Selbstversuch

Klimaneutrale Veranstaltungen in der soziokulturellen Praxis

Sieben Soziokulturelle Zentren aus den drei Bundesländern Hessen, Nordrhein-Westfalen und Thüringen erproben Klimafreundlichkeit in der Praxis. Die Soziokulturellen Zentren gestalten ihr Veranstaltungsmanagement klimafreundlicher bzw. nachhaltiger. Die Handlungsfelder sind unter anderem: Veranstaltungsort, Mobilität, Beschaffung, Kommunikation, Catering, Abfall/Wasser, Logistik, CO2-Bilanz und Kompensation.

Von Oktober 2018 bis März 2020 wurde das Projekt gefördert vom Fonds Soziokultur und den drei Landesverbänden LAKS Hessen e. V., Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultureller Zentren NRW e.V. und LAG Soziokultur Thüringen e.V. gefördert.

Das Netzwerk Nachhaltigkeit in Kunst und Kultur (2N2K) übernahm die Projektleitung und begleitete die beteiligten Einrichtungen bei der Planung und Durchführung der Selbstversuche.

Eingebunden ist das Projekt in die bundesweite Initiative JetztInZukunft des Instituts für Kulturpolitik der Universität Hildesheim und des Bundesverbandes Soziokultur e.V., gefördert vom Fonds Nachhaltigkeitskultur des Rates für Nachhaltige Entwicklung.

Die Zentren und Selbstversuche im Kurzprofil

Folgende Zentren haben beim Projekt mitgewirkt:

  • Brotfabrik, Frankfurt am Main (Hessen)
  • Capitol, Witzenhausen (Hessen)
  • Centralstation, Darmstadt (Hessen)
  • Kulturzentrum Lichtburg, Wetter (Ruhr) (NRW)
  • Kulturzentrum Kreuz, Fulda (Hessen)
  • mon ami, Weimar (Thüringen)
  • Schlachthof, Kassel (Hessen)

Anhand von zwei Befragungen durch Fragebögen wurden die Erfahrungen der Zentren erfasst und ausgewertet. Im Januar 2020 wurden die Ergebnisse im Rahmen eines Workshops im Schlachthof Kassel diskutiert. Die Möglichkeiten und Hindernisse auf dem Weg zur Klimaneutralität wurden zusammengefasst und zum Projektabschluss auf der bundesweiten Onlineplattform veröffentlicht. Aus dem Projekt geht das Praxisheft für klimafreundliche Kulturveranstaltungen hervor.

Hier stellen wir euch Berichte, Dokumentationen und Ergebnisse aus dem Projekt zusammen:

Ergebnisdokumente

Öffentlichkeitsarbeit

Weiterführende Informationen:

  • Website des Forschungsprojektes JetztInZukunft (bundesweite Plattform)

Kristina Gruber ist freiberufliche Beraterin für Nachhaltigkeit. Sie berät und unterstützt Kulturbetriebe und Veranstalter bei der Umsetzung ihrer Nachhaltigkeitsziele. Kristina ist studierte Geografin und erlangte Ihren Master in Nachhaltigem Wirtschaften an der Universität Kassel. Von Januar 2020 – September 2020 war sie zudem wissenschaftliche Mitarbeiterin und Projektleiterin des Forschungsprojektes JetztInZukunft an der Universität Hildesheim. Kristina ist erreichbar unter kg@kellerundgruber.de

Walter Spruck ist Leiter des Instituts für Nachhaltigkeit in Kultur und Tourismus sowie Vorstand von 2N2K, dem Netzwerk Nachhaltigkeit in Kunst und Kultur. Er hat zahlreiche innovative Projekte mit Theatern, Kinos, Ausstellungshäusern und soziokulturellen Zentren begleitet. Walter ist erreichbar unter ws@kultur-und-nachhaltigkeit.de

Dr. Christian Müller-Espey studierte Kultur- und Medienmanagement an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Nach langjähriger Geschäftsführung eines soziokulturellen Zentrums arbeitet er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Kulturpolitik der Universität Hildesheim, wo auch seine Promotion erfolgte. Als Leiter des bundesweiten Projekts JetztInZukunft (bis Ende 2019) forscht und lehrt er transdisziplinär zur Sozio- und Nachhaltigkeitskultur und vertritt das Institut im BNE-Partnernetzwerk Kulturelle Bildung und Kulturpolitik. 

Die Brotfabrik Frankfurt hat eine Umfrage unter den Gästen durchgeführt, um mehr über deren Mobilität zu erfahren. Daraufhin hat die Brotfabrik die Anreiseempfehlungen auf der Website aktualisiert und in Kooperation mit der Online-Plattform www.greenmobility.de einen Routenplaner integriert, der die Gäste bei der Planung einer umweltfreundlichen Anreise unterstützt.

Wie würdet ihr klimafreundlich Anreisen?

Der Kulturzentrum Schlachthof Kassel hat ihr Künstler:innen-Catering nachhaltiger ausgerichtet. Dafür hat der Schlachthof unter anderem in Kooperation mit der Gastronomie Café Hurricane und mit Hilfe der Klimateller-App für ausgewählte Gerichte CO2-Bilanzen erstellt. Klimafreundliche Gerichte werden auf der Speisekarte als KlimaTeller ausgezeichnet, wenn sie mindestens 50% weniger CO2 als der Durchschnitt aller Gerichte verursachen. Welches Gericht würdet ihr wählen?

Das Projektteam mit dem Geschäftsfüher von LAKS Hessen e.V. (v.l.n.r. Walter Spruck, Bernd Hesse, Kristina Gruber und Dr. Christian Müller-Espey) bei einem Teamtreffen im Sommer 2019 in Kassel, Nordstadt.

Das könnte Sie auch interessieren

Publikation der Kulturpolitischen Gesellschaft

In einer Sonderpublikation der Kulturpolitischen Mitteilungen dokumentiert die Kulturpolitische Gesellschaft aktuelle Diskussionen, Projekte und Perspektiven des Kulturbereichs zu Klimaschutz und […]

Europäisches Bauhaus im Dialog

Auf Einladung des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI) und weiterer Ressorts der Bundesregierung fand am 6. Mai […]