Klimaanpassungskompetenz im Kulturbereich
Das von Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt geförderte Vorhaben soll den Kulturbereich breit für die Bedarfe und Möglichkeiten der Klimaanpassung sensibilisieren und mit einer bundesweiten Qualifizierung Handlungskompetenzen schaffen.
Ausgehend von einer bisherigen Lücke zu Klimaanpassung im Kulturbereich sowie mangelnder Qualifizierungen und Kompetenzen ist es Ziel des Vorhabens, den Kulturbereich breit für seine Klimaverantwortung im Bereich Climate Adaptation zu sensibilisieren und eine bundesweite Qualifizierung sowie Vernetzung von Kultureinrichtungen unterschiedlicher Sparten zu schaffen.
Vorgehen und Aufgaben
Anknüpfend an das Ende 2025 abgeschlossene Pilotprojekt der Kulturstiftung des Bundes „Klimaanpassung in Kultureinrichtungen“ verfolgt das KLAKK-Vorhaben folgende Hauptaufgaben:
- Durchführung einer Bestands- und Bedarfserhebung im Kulturbereich
- Konzeption, Entwicklung und Durchführung eines Weiterbildungsangebotes zu Klimaanpassung im Kulturbereich
- Veröffentlichung und Verbreitung von Informationen und Materialien zu Klimaanpassung im Kulturbereich
- Organisation einer klima- und kulturpolitischen Dialog- und Diskussionsveranstaltung
Zielgruppen
Das KLAKK-Vorhaben adressiert innerhalb des Kulturbereichs bundesweit vier Teilzielgruppen.
- Kultureinrichtungen (Leitungen, Belegschaften): Kultureinrichtungen unterschiedlicher Sparten bilden die Hauptzielgruppe. Ihre Häuser und Infrastrukturen sind betroffen von Auswirkungen des Klimawandels und können Städten, Kommunen und Bevölkerung klimaangepasste Aufenthaltsorte wie auch Vorzeigebeispiele bieten.
- Kommunale Kulturverwaltungen (Kulturdezernenten, Kulturamtsleitungen, Kulturreferenten): Kommunale Kulturverwaltungen sind zentrale Ansprechpartner und Schlüsselstellen für öffentliche und freie Kultureinrichtungen ebenso wie für andere städtische Verwaltungen in den Bereichen Stadtentwicklung, Umwelt- und Klimaschutz oder Gebäude und Liegenschaften. Die Einbindung von kommunalen Kulturverwaltungen trägt zur Integration des Kulturbereichs in Klimaanpassungskonzepte und zur Realisierung von Maßnahmen einzelner Kultureinrichtungen bei.
- Kulturberatungen (Klima- und Nachhaltigkeitsberater): Bei der Entwicklung von Klima- und Nachhaltigkeitsmaßnahmen sind viele Kultureinrichtungen auf externe Berater:innen angewiesen, deren Schwerpunkt und Qualifikation bisher primär im Bereich von Klima- und Umweltschutzmaßnehmen liegen und die ihre Beratungskompetenz zu Klimaanpassung im Kulturbereich erweitern können.
- Politische Entscheidungsträger:innen (Klima- und Kulturpolitiker, Bürgermeister:innen): Für die Einbeziehung des Kulturbereichs in Klimaanpassungsstrategien und kulturpolitische Klimastrategien ist eine Unterstützung und Erweiterung politischer Rahmenbedingungen erforderlich, die vom KLAKK-Vorhaben über eine Kurzstudie und eine Dialogveranstaltung flankiert werden.
Erweiterung des Klimaprogramms Culture4Climate
2N2K Deutschland verfolgt mit seinem Klimaprogramm Culture4Climate eine dreifache Klimaverantwortung der Kultur. Diese umfasst eine Verringerung der negativen Auswirkungen im Bereich der Treibhausgasemissionen, die Nutzung der positiven Beiträge des Kulturbereichs sowie die Sicherung und Anpassung der kulturellen Infrastruktur. Mit der neuen Bundesförderung erweitert 2N2K das Klimaprogramm Culture4Climate um Angebote im Bereich Klimaanpassung. Hierfür nutzt das Vorhaben Klimaanpassungskompetenz im Kulturbereich das Netzwerk und die Plattform von Culture4Climate.
Bundesweite Befragung Klimaanpassung im Kulturbereich
Die Befragung „Klimaanpassung im Kulturbereich“, die den gesamten Kulturbereich adressierte und sich insbesondere an Kultureinrichtungen und Kulturveranstaltungen, Kulturverwaltungen sowie Kulturberatungen richtete, wurde von zahlreichen Verbänden und Multiplikatoren unterstützt. Teilnehmenden ermöglichte die Beantwortung eine allgemeine Selbsteinschätzung. Die digitale Erhebung lief vom 27. Mai bis 15. Juni 2026. Die Ergebnisse werden voraussichtlich zwischen Juli und August 2026 veröffentlicht
Projektlaufzeit
04/2026 bis 07/2027
Förderung
Bundesumweltministerium (BMUKN) und Umweltbundesamt (UBA).
Dieses Projekt wird gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) und das Umweltbundesamt (UBA). Die Mittelbereitstellung erfolgt auf Beschluss des Deutschen Bundestages.
Weitere Informationen
Projektplattform Culture4Climate: Link
Ansprechperson
Dr. Ralf Weiß | ralf.weiss@2n2k.de

