Culture4Climate

Initiative zur Umsetzung der globalen Klima- und Nachhaltigkeitsziele im Kulturbereich

Das Vorhaben Culture4Climate ist die erste bundesweite Klima- und Nachhaltigkeitsinitiative für den gesamten Kulturbereich. Träger der vom Bundesumweltministerium für drei Jahre geförderten Initiative sind das Netzwerk Nachhaltigkeit in Kunst und Kultur (2N2K), die Kulturpolitische Gesellschaft (KuPoGe) und das Öko-Institut.

Bundesweite Dynamik mit vielfältigen Kulturakteuren

Das Vorhaben möchte vielfältige Akteure wie Kultureinrichtungen, Kulturschaffende, Kulturverbände sowie Kultur- und Umweltpolitiker*innen in Kommunen, Ländern und Bund ansprechen und unterstützen. Sowohl in Ausstellungen und Museen, in Film und Kino, im Theater und auf der Bühne als auch in Musik und Kunst, in Literatur, im Design sowie in der Bau- und Denkmalkultur setzen sich Kulturschaffende, Kultureinrichtungen und Verbände verstärkt mit den drängenden Fragen des Klimawandels und der Nachhaltigkeit auseinander. Culture4Climate möchte dafür die notwendigen Grundlagen und Praxiserfahrungen bereitstellen sowie mit innovativen Methoden wie Global Goals Labs, SDG-Tandems oder einem Fördercoaching eine breite Umsetzungs- und Veränderungsdynamik im Kulturbereich anstoßen. Dem hohen Bedarf und der großen Eigenmotivation von Kulturschaffenden und Kultureinrichtungen steht bisher jedoch eine Lücke und ein Mangel an Unterstützung, Kompetenzentwicklung oder Beratungsmöglichkeiten gegenüber. Unter Einbeziehung der Erfahrungen aus anderen Sektoren will Culture4Climate die Lernprozesse im Kulturbereich beschleunigen. Die bundesweite Initiative nutzt dabei die bereits vorhandene kreative Energie des Kultursektors, um konkrete Zielstellungen zu erarbeiten und vielfältige Aktivitäten umzusetzen.

Beitrag zu Klimazielen

Für den Kulturbereich verbindet sich mit dem Klimawandel eine doppelte Aufgabe: Erstens, durch kulturelle Praxis einen Kulturwandel zu einer Nachhaltigkeitskultur zu unterstützen. Und zweitens, in allen Kulturbereichen bei den Kultureinrichtungen und bei kulturellen Veranstaltungen Treibhausgasemissionen zu vermeiden und zu minimieren und so eine konsistente Grundlage für die eigenen Beiträge zu einer kulturellen Nachhaltigkeitstransformation zu schaffen. Hauptziel von Culture4Climate ist es, über Kultureinrichtungen einen solchen Wandel zu einer Nachhaltigkeitskultur zu fördern und durch einen nachhaltigen Betrieb sowie die kulturelle Bildung für eine nachhaltige Entwicklung kurz- und mittelfristig die Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Zentrale Maßnahmen einer bundesweiten Ausstrahlung und Multiplikation sind eine SDG-Deklaration zu Nachhaltigkeitszielen, ein Kompetenz- und Netzwerkportal, ein SDG-Kulturwettbewerb, vielfältige Schulungs- und Umsetzungsangebote sowie eine bundesweite Konferenz.

Allianz aus Kultur, Nachhaltigkeit und Klimaschutz

Erstmals unterstützt die Nationale Klimainitiative (NKI) des Bundesumweltministeriums bei Culture4Climate ein großes Klimaschutzvorhaben im Kulturbereich und erkennt damit die wichtige Rolle dieses Feldes an. Mit seinem Akteursverbund aus einem innovativen Pioniernetzwerk und zweier führender kultur- und umweltpolitischer Einrichtungen schließt das Vorhaben eine neue Allianz.  Zusammen mit dem Netzwerk Nachhaltigkeit in Kunst und Kultur (2N2K), dem Institut für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft (KuPoGe) sowie dem Öko-Institut kommen drei Partner zusammen, die langjährige Erfahrungen in den Bereichen von Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Kulturpolitik einbringen. Die Kulturpolitische Gesellschaft (KuPoGe) gehört zu den zentralen Institutionen, die im Jahr 2001 das Tutzinger Manifest unterstützte und damit das Entstehen einer deutschen Debatte um Kultur und Nachhaltigkeit begründete. In ihrer Erklärung „Die Zukunft der Kultur muss nachhaltig sein“ bekräftigte die KuPoGe 2019 ihr langjähriges Engagement, zu dem aktuell auch das Projekt „Klimagerechte Kulturpolitik in Deutschland“ gehört. Das Öko-Institut erarbeitet seit seiner Gründung Grundlagen und Strategien, wie die Vision einer nachhaltigen Entwicklung global, national und lokal umgesetzt werden kann. Im Kulturbereich konnte das Institut seit 2011 wertvolle Erfahrungen mit Umwelt- und Klimabilanzen in Vorreiterprojekten des Kulturbereichs sammeln. 2N2K Deutschland e.V. ist ein im Jahr 2016 gegründetes Netzwerk zu Nachhaltigkeit in Kunst und Kultur. Von 2018 bis 2020 führte das Netzwerk gefördert vom Fonds Soziokultur das Vorhaben „Klimaneutrale Veranstaltungen in der soziokulturellen Praxis“ durch. Sowohl in Deutschland als auch in der Schweiz verfügt 2N2K in zahlreichen Kultursparten über praktische Umsetzungserfahrungen und umfangreiche Netzwerkkontakte.

Breite Wirkung

Der Ansatz des Vorhabens ist darauf angelegt, über eine breite, vielschichtige und mehrstufige Initiative Hindernisse des Kulturbereichs zu überwinden und eine wirksame Dynamik zur Umsetzung der globalen und nationalen Klimaziele der Bundesregierung und des Pariser Klimaabkommens zu entfalten. Zwischen Anfang 2022 und Ende 2024 haben bundesweit in allen Kulturbereichen Kulturschaffende, Kultureinrichtungen, Verbände und Kommunen die Möglichkeit, sich an den vielfältigen Aktivitäten zu beteiligen.

Projektlaufzeit

1. November 2021 bis 31. Oktober 2024

Projektpartner

 

Koordination und Kontakt

Gesamtkoordination und Projektleitung: Dr. Ralf Weiß, ralf.weiss@2n2k.de

Wissenschaftliche Referentin und stellv. Projektleitung: Selina Kahle, selina.kahle@2n2k.de

Förderung

Gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

Förderkennzeichen 03KF0151A