Online-Lecture: Klimaprogramme im Kulturbereich – Erfahrungen und Perspektiven

Das Umweltbundesamt beschäftigt sich am 22. Januar in einer Online Lecture mit zwei Impulsvorträgen und einer anschließenden Diskussion mit folgenden Fragen: Was haben die nationalen und regionalen Klimaprogramme im Kulturbereich bisher geleistet? Welche Bedarfe gibt es und decken die Programme ab? Wie geht es mit den Programmen weiter? Braucht es für wirksamen Klimaschutz und Klimaanpassung neue oder weitere Programme? Welche Erfahrungen gibt es in anderen Ländern? 

Klimaschutz und Nachhaltigkeit im Kulturbereich ist ein recht junges Thema, das aber in den vergangenen Jahren an Fahrt aufgenommen hat. Mittlerweile gehört in der Praxis vieler Kultureinrichtungen und Kulturveranstaltern, Kulturschaffenden wie Künstler:innen nicht nur die Auseinandersetzung mit der Erderwärmung, sondern auch Maßnahmen bei Gebäuden, Veranstaltungen, der Mobilität oder in der Kommunikation inzwischen zum festen Thema und Teil ihrer Arbeit. Hierzu haben zahlreiche Initiativen und Netzwerke wie auch Förderprogramme beigetragen. Oft handelt es sich dabei um modellhafte oder zeitlich befristete Programme.

PROGRAMM

I Klimaverantwortung im Kulturbereich – Erfahrungen und Perspektiven (Dr. Ralf Weiß, 2N2K Deutschland)

Eine dreifache Klimaverantwortung im Kulturbereich umfasst neben vielfältigen Ansätzen und Handlungsmöglichkeiten im Klimaschutz und präventiven Maßnahmen der Klimaanpassung insbesondere auch ein kreatives, reflektierendes und kritisches Kulturschaffen. Aus Erfahrungen mit dem Klimaprogramm „Culture4Climate“ gibt Ralf Weiß einen Überblick über unterschiedliche Initiativen und Projekte in einzelnen Kultursparten, in Kommunen und Bundesländern sowie zu nationalen, spartenübergreifenden und internationalen Angeboten. Vor dem Hintergrund aktueller Handlungsempfehlungen für die Umwelt- und Kulturpolitik in Deutschland und Europa eröffnet der Vortrag Perspektiven für künftige Klimaprogramme im Kulturbereich.

II Klimabilanzen, Fonds Zero und Klimaanpassung in Kultureinrichtungen. Welche Impulse können Förderprogramme für den Klimaschutz in Kunst und Kultur geben? (Nils Hilkenbach, Kulturstiftung des Bundes)

Die Kulturstiftung des Stiftung hat sich im Rahmen ihrer Umweltpolitik zu einer fortwährenden Verbesserung ihres Umweltverhaltens verpflichtet, bringt innerhalb ihrer EMAS-Initiativen bereits seit 2012 diverse Rechercheprojekte auf den Weg und fördert eine Vielzahl künstlerischer Projekte, die sich mit ökologischen Fragen befassen. Um auch modellhaft strukturelle Impulse zum Klimaschutz im Kulturbetrieb zu setzen, hat die Stiftung eine Reihe von Förderprogrammen ins Leben gerufen: im Pilotprojekt „Klimabilanzen in Kulturinstitutionen“ (2019 bis 2021) konnten 19 Kultureinrichtungen erstmalig Klimabilanzen ihrer Häuser erstellen und den eigenen CO2-Fußabdruck ermitteln. Seit 2022 unterstützt das Programm „Zero“ rund 50 Kulturbetriebe bei der klimafreundlichen Produktion von Kunstprojekten und detaillierten Erfassung von Projektemissionen und im Programm „Klimaanpassung in Kultureinrichtungen“ (2024-2025) entwickelten zwanzig Kulturinstitutionen verschiedener Sparten fundierte Analysen und Handlungsempfehlungen um auf die konkreten Folgen des Klimawandels zu reagieren. Der Vortrag teilt Erfahrungen aus den Programmen und skizziert welche Impulse die Kulturförderung für den Klimaschutz in Kunst und Kultur geben kann.

III Diskussion (Fotini Mavromati, Umweltbundesamt)

 

Termin und Teilnahme:

Termin: 22.01.2026, 15 bis 16 Uhr

Webex-Zugang (Zugriffscode: 2790 216 2630).: Meeting-Link

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme an der Online-Lecture und einen regen Austausch.

 

Weitere Informationen:

Umweltbundesamt: Link

Programm Culture4Climate: Link

Programm Zero: Link