Kino

Das Kino ist mit rund 1600 Spielstätten in Deutschland eine beachtliche Größe. Ganz wesentlich ist dabei Breite und Vielfalt des Angebots: Kinos gibt es nicht nur in Großstädten, es spricht Menschen aller Alters- und Bevölkerungsgruppen an und bietet Programm an 7 Tagen in der Woche.

Zahlreiche Kinos prägen als multifunktionale und multikulturelle Orte das kulturelle Leben ihrer Stadt oder Gemeinde. Wahr ist aber auch, dass durch das sich stark verändernde Freizeitverhalten vor allem der jüngeren Besuchergruppen viele kleine und mittelgroße Kinos, besonders in den ländlichen Regionen, wirtschaftlich gefährdet sind und an der kostenintensiven Umstellung auf digitale Projektion fast gescheiter wären.

Angesichts dieser Herausforderungen, mit denen die Kinobranche konfrontiert ist, verwundert es nicht, dass hier das Thema Nachhaltigkeit (wie  im kulturellen Sektor insgesamt) noch in den Anfängen steckt – sieht man von einigen Pionieren und betriebswirtschaftlich orientierten Optimierungen ab.

Im Thema Nachhaltigkeit findet sich ein Entwicklungspotential, gewissermaßen ein gemeinsamer Nenner, für die Sparten Programmkino, die Kommunalen Kinos und Multiplexe (mehr als 8 Leinwände).

Das Kino als wichtige kulturelle Institution kann bei der Umsetzung von Umweltbewusstsein und Klimaschutz über die Programmgestaltung hinaus auch in der eigenen betrieblichen Praxis Zeichen für Energieeffizienz und Ressourcenbewusstsein setzen und damit auch betriebswirtschaftliche Vorteile realisieren.

Um zukunftsfähig zu sein, müssen sich viele Kinos sich hinsichtlich Programmangebot, Ausstattung der Häuser und Kinosäle und nicht zuletzt in der Organisation und der wirtschaftlichen Arbeitsweise neu aufstellen.

Genau hier kommt das Thema Nachhaltigkeit ins Spiel, dessen Stellenwert im kulturellen Sektor noch wenig im Bewusstsein ist und das oft nur als „gut gemeintes ökologisches Etikett“ missverstanden wird. Von nachhaltigen Maßnahmen können Kinos in vielerlei Hinsicht profitieren: ökonomisch, ökologisch, sozial und kulturell.

Kino-Projekte mit Netzwerkbeteiligung:

Projekt-Büro „Grünes Kinolabel“