Projektbüro Grünes Kinolabel

„Nachhaltiges Kino“ – eine Initiative für die Kino- und Filmbranche

spring-1373475Nach dem erfolgreich gestarteten „Hessischen Preis für nachhaltiges Kinos“, der im Juni 2016 erstmals vergeben wurde, haben die an der Entwicklung und Organisation des Preises beteiligten Akteure (Film- und Kinobüro Hessen, Institut für Nachhaltigkeit in Kultur und Tourismus, und das Pressebüro Horst Martin, Berlin) die Initiative „Nachhaltiges Kino“ gegründet. Ziel ist es, Strategien für nachhaltiges Kino zu entwickeln und die Kinos auf dem Weg dahin zu beraten und unterstützen. Im Zentrum steht die Etablierung eines „Grünen Kino“-Labels, das bundesweit vergeben wird und Kinobetriebe, aber auch Festivals, in ihrem Engagement für Nachhaltigkeit unterstützt.
Fundament dieses Labels ist ein umfangreiches Beratungs- und Befähigungskonzept für die Kinobetriebe. Auf die besonderen Situationen, der Kinos, sei es ländlich gelegenes Programmkino oder Kommunales Kino sowie Multiplexe wird in den Beratungsangeboten eingegangen.
Das Kino kann als wichtige kulturelle Institution bei der Umsetzung von Umweltbewusstsein und Klimaschutz – über die Programmgestaltung hinaus – eine bedeutsame Rolle einnehmen. Zudem gilt es, in der betrieblichen Praxis Zeichen für Energieeffizienz und Ressourcenbewusstsein setzen.
 An Nachhaltigkeit orientierte Strategien dienen auch der Neupositionierung und Zukunftsfähigkeit der Kinos, die sich den Herausforderungen durch die stetig wachsenden digitalen Medien stellen müssen. Von nachhaltigen Maßnahmen profitieren Kinos ökonomisch, ökologisch, sozial und kulturell.

Grünes Label versus jährlicher Preis?

Während die Auslobung eines jährlichen Preises einen aktuellen Blick auf das Erreichte wirft, sollte ein Label das kontinuierliche Engagement der Kinos stärken. Dies betrifft besonders den Bewusstseinsprozess aller Mitarbeitenden und auch des Publikums – wenn es durch geeignete Informationen an der Entwicklung des Kinos teilhaben kann. Jedoch kann eine jährliche Preisverleihung Anreiz sein, den Fortschritt der Bemühungen öffentlichkeitswirksam zu beleuchten.

Soviel zu Stand im Oktober 2016. Das Projekt ist in der Entwicklung. Wir sind in Gesprächen mit allen Akteurinnen und Akteuren der Branche. Eine Vernetzung auf nationaler und Europäische Ebene ist bereits im Gespräch.

Kontakt: walter.spruck@2n2k.de