Der ökologische Fußabdruck der „documenta 14“

Als „weltweit wichtigste Ausstellung zeitgenössischer Kunst“ ist die „documenta“ ein Ereignis, das die internationale Öffentlichkeit bewegt. Wir erwarten die documenta 14, das internationale Kunstereignis des Jahres von April bis September 2017 in Hessen. Für die documenta 14 kommt mit Athen – zusätzlich zu Kassel – ein neuer kulturell und gesellschaftspolitisch prominenter Standort hinzu, der die verstärkte Aufmerksamkeit des Publikums erwarten lässt. Die Besucherzahlen der letzten documenta lagen bereits bei 860.000 am Standort Kassel- Tendenz über die Jahre steigend. Damit ist die Documenta 14 ein touristisches und wirtschaftliches Ereignis ersten Ranges für das Land Hessen und die Städte Kassel und Athen. In einer vorsichtigen Schätzung werden mit beiden Standorten Kassel und Athen Flugbewegungen von Künstlerinnen und Künstlern, Organisierenden, Besucherinnen und Besuchern im Umfang von mehreren Millionen Flug-Kilomtern erzeugt werden. Das Transferaufkommen von den Flughäfen Kassel-Calden / Athen, anreisende Besuchende mit PKW und Bahn erfordert unsere Aufmerksamkeit.

bildschirmfoto-vom-2016-10-13-161446Den gesellschaftlichen Entwicklungen geschuldet, thematisiert die documenta 14 verstärkt „historische Verantwortung“ gegenüber geopolitischer Ausbeutung und Zerstörung, Widerstand dagegen sowie die aktuelle Balance von Macht und Schwäche und Formen des Widerstands (siehe die „South as a state of mind / Issue #6“). Zudem hat sich seit der Documenta 2012 das öffentliche Bewusstsein bezüglich des Footprints von CO2 Emissionen und Ressourcenverbrauch deutlich entwickelt. Einerseits setzen Bundes- und Landesregierungen Programme auf, um internationale Klimaschutzziele zu erreichen. Andererseits haben USA, China und die EU den Weltklimavertrag ratifiziert.

Jedoch, in trauriger Kontinuität hört man aus Kassel über ein Nachhaltigkeitsprogramm für die documenta14 bisher – nichts.

Diskussion?

Am 4. November 2016 lädt die Kulturinitiative Kassel-Harleshausen e.V. zur Veranstaltung „Der ökologische Fußabdruck der documenta 14“ ein.

Vielleicht bewegt sich noch was auf der letzten Meile.

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